Kinder und Frauen zuerst?
05. Okt 2006 13:37 Uhr | Abgelegt in: Job
Ich befinde mich auf einem sinkenden Schiff! Das Kurzzeitwohnen der Waldheimat, eingebettet in das Haus 4 mit einigen stationären Plätzen, wird aufgrund von bestehenden Rahmenverordnungen entweder mittelfristig, oder sogar eher schon kurzfristig so nicht weiter bestehen können. Das ist schade um das jetzige Konzept des 'kleinen Rahmens', und natürlich auch um das relativ frisch formierte und sehr gut funktionierende Mitarbeiterteam. Bewohner und Klienten stehen bei alledem sowieso nicht im Vordergrund.
Nun gibt es Ideen und erste Konzeptansätze, wie eine Weiter- und Umführung aussehen könnte. Dabei ist der Personalmangel auf der Gruppe, auf der ich im September ausgeholfen habe von immenser Bedeutung, auch wenn das in aller Offenheit so nicht ausgesprochen wird (werden kann). Auf eben jener chronisch unterbesetzten Gruppe soll durch Umverteilung des Personals langfristig eine neue Perspektive geschaffen werden.
Warum ist 'langfristig' hier wohl fett geschrieben? Richtig: ich habe nur einen Jahresvertrag, der schon Ende Mai 2007 ausläuft. Da kommt mir so etwas wie 'langfristig' gerade recht. Und so werde ich wohl, trotz dem von mir sicherlich nicht favorisiertem Pflegeschwerpunkt auf eben jener Gruppe, eine dauerhafte Versetzung anstreben, auf dass sowohl die Gruppe, als auch ich von der langfristigen Perspektive profitieren können.
Und damit ist geklärt: Kinder und Frauen zuerst? Nein, diesmal nicht, ich werde das sinkende Schiff wohl als Erster verlassen! Und so könnte dem verbleibendem Team des Kurzzeitwohnens auch eventuell noch eine Gnadenfrist eingeräumt werden können. Eine kurzfristige Komplettauflösung könnte in eine mittelfristige umgemünzt werden. Und dann heißt es wohl wieder: Kinder und Frauen zuerst!
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